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 Kapitel 3 ; The devil behind you

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AutorNachricht
Nathaniel
Anführer
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Anzahl der Beiträge : 248
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   So Sep 09, 2012 4:14 am

Etwas Verwunderung mischte sich in Nathaniels Blick als er Kathy musterte. Es war höflich von ihr gewesen, zu fragen, ob es sie überhaupt etwas anging, aber unnötig. Er hatte nichts vor ihr zu verbergen, letztlich auch aus dem Grund, dass er ihr auf eine Weise vertraute, wie es nach so einer kurzen Zeit der Bekanntschaft kaum möglich war. Dennoch tat er es und würde ihr die Wahrheit sagen. Dabei war es egal, nach was sie fragte, aber dieses Thema, war ihm lieber als das Thema Vergangenheit. Ein schiefes Lächeln legte sich auf sein Gesicht, während er sie aus den grünen Augen anblickte. “Bevor ich antworte gebe ich dir mal ein paar Infos. Also, die Dunkelhaarige, wie du sie genannt hast, heißt Aishlin. Sie ist Anfüherin des Feuerclans. Eric, den du ebenfalls kennen gelernt hast, ist Anführer des Erdclans. Und Livianna ist die Anfüherin des Wasserclans.“, erklärte er der Blonden und fuchtelte während er erklärte verdeutlichend mit der freien Hand herum, was die Kerzenflammen zum flackern brachte. “Und der Grund, wieso Aish mich wie Dreck behandelt ist, dass sie mich einfach nicht für voll nimmt, weil ich der Jüngste bin. Ich weiß nicht genau, wie alt Livianna ist, aber viel älter als ich, kann sie auch nicht sein. Jedenfalls benimmt sie sich nicht so wie ich. Aber Aish und Livi können sich auf den Tod nicht ausstehen und zicken sich also auch an.“ Nate erklärte alles recht schnell, weil er möglichst schnell in sein Zimmer wollte, um sich umzuziehen, hoffte jedoch, dass Kathy alles verstand, obwohl es so viele Informationen für sie auf einmal waren. Vielleicht sollte er es ihr aufschreiben? Leicht schüttelte er jedoch den Kopf und verwarf den Gedanken wieder. “Bei Aish hat es auch keinen Sinn, sich irgendwie zu wehren. Vermutlich ist das sowas wie ihr Hobby. Aber bevor ich dich noch weiter voll laber, will ich mich erstmal umziehen, denn das könnte etwas dauern, dir alles weitere zu erklären.“ Ohne eine Antwort abzuwarten drehte sich Nate einmal suchend im Kreis, was zwar eigentlich überhaupt keinen Sinn machte, aber er erhoffte sich, eventuell ein... Zeichen zu spüren. Im Grunde hatte er aber selbst nicht daran geglaubt und nun konnte es schließlich auch nicht mehr weit zu seinem Zimmer sein. Soweit er wusste, waren alle Etagen Rundgänge gewesen, was bedeutete, dass er irgendwann wieder dort ankam, wo er gestartet war. Deshalb ging Nate einfach los, laß die Namen an den Türen. Einen Großteil kannte er schon, doch wer zum Teufel war Emma? Naja, er würde es später schon erfahren. Nach einer ganzen Runde, kam er wieder an der Lücke zwischen den Räumen an, die den Weg zu seinen Zimmern frei gab und ging zu der Tür, die Einlass in den Turm gewährte. Ohne zu zögern legte er eine Hand auf die Klinke und drückte sie hinunter – es war offen. Das kühle Metall hinterließ ein unangenehmes Gefühl auf der noch nassen Haut, doch der Dunkelhaarige merkte es kaum, denn der Raum fesselte seine Blicke. An einer Seite schien ein Bücherregal zu sein, auf der anderen eine Glasfront, die von der Decke bis zum Boden reichte. Die von Regen und Wolken verschleierte Sonne brachte sogar ein wenig Licht hinein, wodurch alles in Grautöne getaucht wurde.

Nathaniel brauchte etwas bis er die Treppe entdeckte, die nach unten führte. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Anscheinend hatte man es gut mit den Anführern gemeint. Auf dieser Etage schien mehr ein Empfangsbereich zu sein, dann musste weiter unten irgendwo ein Schlafzimmer sein, wo hoffentlich ein Schrank mit trockenen Klamotten auf ihn wartete. “Kathy? Noch da?“, fragte er schmunzelnd, obwohl er eigentlich nicht glaubte, dass sie einfach ohne Licht verschwunden war.

{Kathy // redet viel // geht Zimmer suchen // im Turmzimmer}

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I HAVE TO FOLLOW THE WAY OF MY DESTINY.
MY FAULT IS MY HISTORY,
BUT THIS IS MY FUTURE.
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Cahira

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Anzahl der Beiträge : 88
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   So Sep 09, 2012 7:15 am

Cahira stand immer noch an der Selben Stelle. Sie machte mit ihren matschigen Ballerinas den grauen Stein unter sich ganz schmutzig. Hoffentlich musste sie ihn deswegen nachher nicht putzen. In ihrem Magen rebellierte mittlerweile alles und sie war kurz davor sich zu übergeben. Doch das konnte sie verhindert und fasste sich stattdessen mit ihrer Hand an die Stirn. Ihre Haare fielen ihr ins Gesicht und verdeckten ihre müden und glanzlosen Augen. In ihrem Kopf waren wieder diese Bilder, von denen sie nicht schlafen konnte. Ihre Haut war blass und die blauen Flecken hoben sich stark ab. Warum um alles war sie denn bloß hier? Sie wusste es nicht. Ihr Leben konnte sie nicht selbst in die Hand nehmen, dass wusste sie, oder glaubte es zumindest.

Die junge Frau sollte weiter gehen, doch etwas in ihr hielt sie davon ab und so blieb sie weiter in der Dämmerung stehen. Wenn ich bis hier her gekommen bin, dann habe ich immerhin erreicht, dass mich hier jemand findet und sollte ich hier gleich sterben, so ist dieser tot nur gerechtfertigt, weil ich eine Anweisung missachtet habe und geflohen bin. Rief sie sich kurzerhand ins Gedächtnis. An diesen Gedanken krallte sie sich nun fest und war entschlossen für ihren Ungehorsam zu büßen. Aber sie war so schwach. Cahira wusste, dass sie zusammenbrechen würde, sobald sie sich auch nur einen Zentimeter von der Wand entfernen würde. Sie konnte und wollte einfach nicht mehr. Außer ihrer Kleidung am Körper besaß sie ja auch nichts weiter. Ach ja und das rote Stoffarmband an ihrem Handgelenk.

Ein wenig erinnerte die Braunhaarige an einen Zombie aus einem Horrorfilm. Ein hilfloses Mädchen, welches verwirrt und entkräftet in einem leeren Flur steht. Dann kommt diesem jemand zu Hilfe und wird dann von eben dieser umgebracht. Eine gruselige Vorstellung, welche hier zum Glück nicht zutraf. Leise begann sie eine Melodie zu summen, so ihr niemand sie hören konnte. Das Lied hatte nur eine Strophe und diese wurde immer und immer wieder widerholt.

Da hörte Cahira hinter sich Schritte und wandte sich um, dabei zog sie zischend Luft ein und ihr Herzschlag verdoppelte sich. Hatte man sie etwa schon gefunden? Mit aufgerissenen Augen stolperte sie einen Schritt rückwärts und fiel hin. Genau so hatte ich das doch vorhergesehen. Als sie auf dem Boden aufschlug überkam sie ein Schwall von Bildern. Sie war allein, jemand kam und bot ihr Essen an. Gedemütigt wehrte sie das Angebot ab und musste weiter hungern. Dann wieder dieser modrige Geruch…
“Au!“ Knurrte Cahira halblaut und kniff ihre Augen zusammen. Dann blickte sie auf, um sich dagegen zu wappnen, was sie erwartete. Aber der, den sie erwartet hatte war nicht zu sehen. Stattdessen stand sie einer jungen Frau gegenüber.

Mühsam kam sie wieder auf die Beine und taumelte. Dann stieß sie mit dem Rücken gegen die Wand und benutzte diese als Halt, um nicht wieder umzufallen. In ihren Augen spiegelte sich ein Schrecken wieder und darunter mischte sich Angst vor der Fremden. Ob sie Hilfe brauchte? Natürlich brauchte sie Hilfe und ob! Schmutzig, halb verhungert und durchgefroren. Zum Teufel, sie brauchte jede nur erdenkliche Hilfe und vor allem jemand, der ihre seelischen Wunden heilen konnte, aber das würde sie doch nicht zugeben.

“N-nein, es g-g-geht mir gut…ehrlich. Nichts weiter passiert. D-du hast mich erschreckt, d-das ist alles.“ Ihre Stimme klang matt und schwach. Auch ihr sonstiger Zustand zeugte nicht gerade von bester Genesung. Cahira wurde schwindlig und sie ließ sich die Wand hinab gleiten, um sich auf den Boden zu setzen. Dort kauerte sie sich zusammen und senkte ihren Blick. “Jetzt habe ich den Boden schmutzig gemacht. Ich kann gar nichts…jetzt hasst mich sicherlich jeder.“ Murmelte sie benommen vor sich hin und registrierte die Fremde gar nicht mehr.

[Schloss, allein und denkt, Shaira, spricht]

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Gast
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Fr Sep 14, 2012 6:38 am

Die Verzweiflung schwappte über Adam, drohte ihn mit sich zu reißen, ihn zu ertränken, in ihrem gnadenlosen Sog. In seinem Kopf drehte sich alles und er wusste, dass wenn er die Augen öffnen würde, der Schwindel ihn nur noch mehr packen würden. Er spürte, dass er mit dem Rücken an einen Baum lehnte, und war dankbar für die Stütze, die er ihm bot.
Die Augen noch immer fest geschlossen, fuhr er sich mit einer Hand übers Gesicht und ließ sie wieder auf den feuchten Boden fallen.
Wie lange er hier wohl sitzen könnte? Vielleicht, bis ihn der Hunger oder der Durst dahin raffte. Oder bis ein wildes Tier gierig über ihn herfiel. Vielleicht wäre das das Beste. Alles wäre vorbei und er könnte niemandem etwas antun.
Wie oft hatte er diesen Gedanken schon gehabt, wie oft wollte er es tun, wie oft wollte er der Welt einen Gefallen tun und gehen? Für immer. Es waren immer tröstliche Gedanken gewesen, die ihn beruhigten. Er war sich sicher; der Sinn seines Lebens war der Tod. Der Gedanke machte ihm keine Angst.
Er fürchtete sich nicht vor dem Sterben, aber er konnte nicht loslassen.
Ganz tief in ihm war eine winzige Hoffnung, die ihn quälte und ihn nicht loslassen ließ. Die ihm sagte, dass das Leben ein Geschenk wäre und er undankbar wäre, würde er es wegwerfen. Die Hoffnung machte ihm ein schlechtes Gewissen. Immer wieder. Und machte es ihm unmöglich, loszulassen.
Er hatte in seinem jungen Leben vieles erfahren, Leid und Schmerz, Enttäuschung und Erniedrigung. Doch eine Sache war ihm noch nie widerfahren: das Gute.
Vielleicht war er nicht zum Glücklichsein bestimmt. Es war ein Privileg, das er nicht verdiente, weil er ein schlechter Mensch war.
Ein schlechter Mensch. Das Böse und Unreine, ein Schandfleck, ein Versehen der Natur. Ungewollt.
Niemand konnte ihn leiden, alle hielten sich von ihm fern, weil er die Ursache allen Übels war.
Energisch stand er auf, öffnete die Augen.
Er spürte, wie die Kraft durch seinen Körper schoss und wollte sich umdrehen zu dem armen Baum, der nichts zu all dem konnte, und wollte sich den Frust von der Seele schlagen.
Bis seine Hände bluteten und es nicht mehr der Regen war, der sein Oberteil durchnässte.
Doch bevor er ausholen konnte, bevor er dem Baum wehtun konnte sah er vor seinen Augen eine Festung.
Riesengroß und mächtig thronte sie über ihm und sie schrie förmlich nach ihm. Brüllte seinen Namen durch die stille Luft.
Ein ganz neues Gefühl regte sich in ihm.
Er kannte es nicht, doch wir würden es vielleicht Neugier nennen.
Es trieb ihn voran, ließ ihn rennen.
Er rannte den ganzen langen Weg zu der Burg hinauf, bis er vor einer großen Holztür stand. Mit einem einzigen, kraftvollen Schlag öffnete er sie und sah ins Dunkle.
Sofort ging es ihm besser. Es war auch ganz still hier, bis auf ein leises Gemurmel- in der Mitte des Raumes standen zwei Menschen. Doch Adam interessierte sich nicht für sie.
Er blieb trotzdem stehen.Er wollte wissen, wo er war und wieso er kaum etwas über sich wusste.
Doch sie ansprechen konnte er nicht.
Was war, wenn er ihnen trauen würde? Alles was er berührte, war verdammt. Er war gefährlich, dachte er. Etwas, von dem man Kindern erzählt, sie sollen sich davon fernhalten.
Also stand er dort, in der offenen Tür, sagte kein Wort.
Dass die kalte Luft von draußen in den Raum drang, bemerkte er nicht.
Da war jedoch eine sehr wichtige Sache, etwas worüber er sich sicherer war, als über alles andere: seine Vergangenheit war nicht lebenswert gewesen.

{wacht im Wald auf | denkt nach | rennt zum schloss}
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Cersei

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Anzahl der Beiträge : 54
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Fr Sep 14, 2012 10:18 am

» You're my river running high,
run deep run wild «

Die Schatten waren wie ein willkommener Ort für die junge Blonde. Sie hatte die Schatten schon immer bevorzugt. Sie gaben ihr Schutz; Sicherheit. Etwas, was der jungen Frau wichtig war. Sie beobachtete wortlos den Mann und die Frau, während sie in ihrer Nähe Schritte vernahm. Sie fuhr kurz herum, doch die Schatten waren zu dunkel für ihre Augen. Der erste Gedanke galt Aaron, der sich sicherlich auch im Schatten versteckt hätte, wäre er nur hier gewesen. Doch schnell verwarf sie diese Idee wieder und drehte sich um. Aaron. Das war genau das, an was sie nicht denken wollte. Sie hatte so lange gebraucht, ihn zu verdrängen. Und nun – war er wieder anwesend wie eh und je. Mit einem leisen Seufzen wand sie sich erneut um. Sie hörte weitere Schritte, doch diese waren sanfter, anmutiger. Cersei folgte den Schritten und es stand eine Frau vor ihr. Sie war hübsch anzusehen. Anmutig wie der Klang ihrer Schritte selbst. Das Haar floss über ihre Schultern wie ein Wasserfall aus Gold. Cersei neigte leicht den Kopf, als die junge Frau zu sprechen begann. Sie schien jünger zu sein als Cersei, doch das machte ihr nichts aus. “Und mit wem haben wir die Freude? Es ist eigentlich nicht üblich, dass sich Menschen in den Schatten drängen. Ich hoffe sie haben nichts zu verbergen, es wäre nicht schön von unerfreulichen Dingen zu erfahren.“ Selbst ihre Stimme vervollständigte den Rest ihrer Erscheinung. Sie erinnerte an eine Katze – ein anmutiges Wesen.

„Mein Name ist Cersei. Entschuldigen Sie, wenn ich so einen seltsamen Eindruck mache, doch ich stehe nicht gerne im Rampenlicht. Ich halte mich lieber im Hintergrund“ erklärte sie der Unbekannten nun, wobei ihr Blick abermals über die Schönheit vor sich strich. Ihr Blick hatte beinahe etwas Sanftes, Liebevolles. Etwas, das man Cersei sonst nicht erwarten konnte.

„Wenn ich Sie noch etwas fragen könnte. Ich erinnere mich nicht mehr an viel aus meinem Leben. Und ich bin mir auch nicht sonderlich sicher, was die Ursache betrifft, warum ich hier bin. Könnten Sie mir eventuell helfen“ fragte sie in einem höflichen Ton, der weder Misstrauen, noch ähnlich negative Gefühle übermittelte. Vielmehr fühlte sie sich bei der Unbekannten wohler als irgendwo sonst in den letzten Tagen. Liebend gern hätte sie noch einen Schneesturm erschaffen um sich zu beruhigen; sich noch sicherer zu fühlen. Der Schnee beruhigte sie ungemein. Doch was würde die andere Blonde nur von ihr denken? Cersei wollte nicht als Verrückte abgestempelt werden – wobei dies bei ihrer Begabung für Nahkampf und Waffen nicht ausgeschlossen war. Nun aber konzentrierte sie sich auf die Katze und blickte sie fragender Weise an.


{ bemerkt jemanden (Aaron) | geht nicht weiter darauf ein | denkt an ihn| nimmt LIVIANNA wahr | spricht | denkt nach }

Lyrics: Lykke Li

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Aaron.
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Aishlin
Anführerin
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Fr Sep 14, 2012 10:59 am

» My heart's a stereo
It beats for your, so listen close
Hear my thoughts in every note «

Ein amüsiertes Grinsen strich über die Lippen der Dunkelhaarigen, als sie den Hass auf Livianna in Tonys Worten vernahm. Wenn er sie erwischen würde, dann was? Sie würde es ihm sicherlich nicht erlauben, die Blonde anzugreifen. Nicht, weil Aishlin sie schützen wollte – ganz und gar nicht. Aber die Blonde war ihr persönliches Opfer; ihre allerliebste Feindin. Sie würde es niemandem erlauben, der Blonden etwas anzutun. Diesen Vorzug genoss allein Aishlin. Mit einem nunmehr hämischen Grinsen folgte sie Tonys Bewegungen; vernahm seinen Dank. Sie nickte kurz und als er sich wieder mit seinem Computer unterhielt, verdrehte sie gelangweilt die Augen. Dieses Gemäuer würde doch wohl noch ein paar Minuten auf seinen Strom warten können. Sie wollte lieber noch ein wenig mit Tony spielen. Und wer hatte schon Angst im Dunkeln? Das einzige Monster, welches hier in den Schatten lauerte, war die Eisprinzessin und der war sie schon begegnet.

Die Dunkelhaarige nahm sich vor, das Schloss noch ein wenig zu erkunden; einige Neuankömmlinge zu trietzen und vielleicht noch einmal Alessio über den Weg zu laufen. Sie trat dich hinter Tony und schob ihren Kopf an sein Ohr heran.
„Ich werde dich nun allein lassen. Allerdings vertraue ich dir, dass du das hinbekommst nicht wahr? Und ich versichere dir mein Lieber, das Eismonster wird schon noch mit dem Feuer spielen“ versprach sie lachend und zog sich dann zurück. Sie folgte den Stufen. Erst eine Treppe. Livianna war nirgends zu sehen. Dann die Zweite. Die Eingangshalle war schon etwas belebter. Auf Anhieb machte die Feuerkönigin drei Gruppen aus. Eine bestand aus Eric und einer unbekannten Blonden. Die zweite aus Shaira und einer Dunkelhaarigen, die ihr ebenfalls unbekannt war. Zudem … Livianna – ihr kleines Monster mit einer weiteren Unbekannten. Das fing ja wunderbar an – so viele Neue hier. Welch‘ ein Spaß das doch wurde. Mit leisen Schritten bewegte sie sich durch die Schatten und stieß auf einen weiteren Unbekannten. Einen Mann – er musste älter sein als sie, aber definitiv nicht älter als Tony. Vorerst machte sie einen Bogen um ihn. Sie hatte noch andere Pläne. Die Geräusche, welche in gedämpfter Weise aus einem der nahegelegenen Räume kamen, hatten ihre Aufmerksamkeit erregt. Still schweigend folgte sie den Tönen ihrer Neugier und trat ein. Der erste Geruch, den Aishlin vernahm waren Bücher. Eine Bibliothek also. Sie schlich zwischen den Bücherregalen entlang, bis sie beinahe bei den beiden Männern stand, welche das Gespräch führten, welches sie in diesen Raum geführt hatte. Alessios Stimme erkannte sie auf Anhieb und sie wollte einen weiteren Schritt vortreten, hielt sich allerdings zurück. Die Stimme des Anderen kam ihr neu vor und sie schien ihn nicht zu kennen. Die Dunkelhaarige verschränkte die Arme und lehnte sich an eines der Bücherregale. Amüsiert beobachtete sie dabei das Spektakel und sah zu, wie der Unbekannte sich ein Wortgefecht mit Alessio lieferte. Noch immer war sie sich nicht ganz sicher, wohin er gehörte, doch das würde sich schon noch offenbaren. Sie selbst schwieg und zog es dieses eine Mal nicht vor, im Rampenlicht zu stehen. Früher oder später würde einer der beiden Männer sie schon noch bemerken. Jetzt allerdings nicht – zu leise war sie bei ihrem Auftreten gewesen; zu laut diskutierten sie.


{ verlässt Tony || Erdgeschoss || bemerkt Aaron || geht in die Bibliothek || beobachtet Jesse und Alessio amüsiert || wartet ab }

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I found my addiction, my only desire. He's just like me; the one out of fire.

Outfit | Alessio.
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Kathrine

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Anzahl der Beiträge : 23
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Sa Sep 15, 2012 8:16 am

Auch wenn sie nicht ganz bei der Sache war hörte Kathy Nate dennoch zu und schließlich schaffte er es mit seinen Ausführungen über die Streitigkeiten innerhalb der Gruppe doch tatsächlich sie abzulenken, so das sie seinen Worten zum Schluss konzentriert lauschte. Sie sah ihren Verdacht aus der Eingangshalle bestätigt – es schien das reinste Schlachtfeld zu sein. Sie fragte sich jedoch wie alt Nate wohl war, nicht mehr als zwei oder drei Jahre älter als sie selbst, schätzte sie während sie ihn beobachtete wie er sich um die eigenen Achse drehte, als suche er etwas.
Die junge Frau dachte auch zurück an Eric und Aishlin, wie Nate ihr erklärt hatte, also waren sie zwei der Anführer, mit Livianna, die sie nicht kannte, waren es drei. Aber, fehlte da nicht ein Element? Erde, Feuer, Wasser – Luft? Ja ihr eigenes Element fehlte in seiner Aufzählung.
Die Erkenntnis durchfuhr sie wie ein Stromschlag und formte sich in ihrem Kopf langsam zu Worten. Natürlich, Nathaniel war der Anführer des Luftclans. Sein Element war die Luft, dass hatte er angedeutet als sie im Wald zusammengestoßen waren. Und das er selbst sich mit den anderen Anführern verglich, ließ nur diesen einen Schluss zu. Warum war sie nicht schon früher darauf gekommen? Innerlich stöhnte Kathy auf, das waren zu viele Informationen für so wenig Zeit. Erst irrte sie allein in einem Wald umher, stieß dann urplötzlich mit einem Fremden zusammen, dem sie jetzt schon vertraute und schließlich dieses Schloss und seine merkwürdigen Bewohner zu denen sie wohl nun auch zählte. Ihr Drang sich zu verstecken und allein über alles nachzudenken kämpfte sich wieder an die Oberfläche ihres Bewusstseins, wie ein alter Freund der mal wieder vorbei schaute. Aber sie konnte schlecht einfach abhauen und Nate allein da stehen lassen, außerdem wohin sollte sie? Apropos Nate, er hatte sie schon wieder im Dunkeln stehen lassen und lief mit seinen Kerzen im Stockwerk herum. Dieses selbstsichere Verhalten nervte sie und kurz spielte sie mit dem Gedanken einfach in der Dunkelheit stehen zu bleiben, nur um ihm und ganz besonders sich zu beweisen dass sie nicht von ihm abhängig war. Aber das war ein dummer, dummer Gedanke, was würde ihr das bringen? Und wie stünde sie dann da? Nein, Kathy einfach weiter gehen, schön weiter gehen und ruhig verhalten, beschwor ihr inneres Stimmchen sie sanft und tatsächlich hörte sie darauf und ging ihrem Anführer hinterher.
Anführer? Irgendwie passte das nicht zu Nate. Es fiel ihr schwer ihn so zusehen. Als Anführer stellte man sich eine dominante, ernste und erfahrene Persönlichkeit vor, doch das alles passte nicht zu Nathaniels Charakterzügen. Ganz im Gegenteil, er war eher freundlich, fröhlich und etwas sprunghaft. Aber vielleicht waren das ja auch gute Eigenschaften für einen Anführer? Sie hatte mit so etwas keine Erfahrung und wahrscheinlich stand es ihr auch nicht zu darüber zu urteilen. Es war wahrscheinlich gut so wie es war. Wozu sich also Gedanken machen?
Sie hatte ihn schon fast wieder erreicht, als ihr etwas aus dem Augenwinkel entgegen sprang. Ein dunkles, wohl vertrautes Muster, das schnell wieder von den Schatten verschluckt wurde die die Kerzen mithilfe von Nates Körper an die Wände warfen. Hatte sie sich getäuscht oder hatte dort eben ihr Name an einer der Türen gestanden? Es war gut möglich schließlich schien sie jetzt auch hier zu wohnen. Aber das Licht reichte leider nicht aus um es genauer nach zu prüfen. Also versuchte sie sich die Tür zu merken, falls sie später immer noch kein Licht hatten – sie befand sich in einer Ecke des Stockwerkes, neben einer alten Rüstung deren Metall im Zwielicht orange schimmerte.
Dann eilte sie Nate hinterher, dieser hatte in der Zwischenzeit eine Tür erreicht, die sich etwas versteckt in einer Art kleinem Gang befand, und sie geöffnet, auch in dem Raum war es dunkel, doch Nate schien durchaus mit dem zufrieden was er auf der anderen Seite der Tür lag. Gerade drehte er sich um und fragte schon nach ihr – schon zum zweiten mal heute. „Ich bin hier.“, entgegnete sie, dieses mal etwas klarer als letztes mal. Beim näher kommen konnte sie einige Umrisse in dem Raum erkennen vor dem er stand. Eine große Fläche aus Glas, die einen Teil der Wände ersetzte spendete hier zumindest etwas Licht, das die dunklen Wolken vom Himmel auf die Erde ließen. War das sein Zimmer? Staunend spähte sie in den Raum, das wenige was sie erkennen konnte war wirklich nicht schlecht eingerichtet und recht groß. Eigentlich war die Frage überflüssig, würde Nate wohl niemals einfach in ein fremdes Zimmer stürmen.
Schon wieder drängten sich ihr Fragen auf, stimmte das was sie glaubte erkannt zu haben wirklich? War Nathaniel der Anführer des Luftclans? Ihr Anführer? Wirklich er? Zu viel Unklarheit, die sich mit Grübelei nicht restlos lösen ließ. Letztendlich die schlimmste Sorte von Unklarheit. Nach kurzem Abwägen entschied sie sich das Ausmaß der Verwirrung zu vermindern und sprach ihn darauf an, doch wie sprach man so etwas diskret an? „Du … du hast dich nur mit den anderen Anführern verglichen.“ , fing sie an und lies diese Tatsache erstmal im Raum stehen, während sie überlegte wie es weiter ging. “Du bist selbst einer der Anführer, nicht wahr?“. Nun war es raus, es war zu spät um es zurück zunehmen, also blieb ihr nur die Flucht nach vorne. Mehr oder weniger entschlossen blickte sie ihm in die Augen. Doch bröckelte diese ohnehin schon schwache Mauer aus Entschlossenheit, so dass sie den Blick abwandte und in das Licht der Kerzen schaute. Einfach um von ihren so töricht klingenden Worten abzulenken sprach sie ihn erneut leise an “Du könntest mir eine der Kerzen überlassen, damit ich meinen eigenen Raum finde.“
Der entscheidende Gedanke dahinter war jedoch – Flucht. Weglaufen vor törichten Worten, dummen Fragen, allem und jedem und sich einfach nur verstecken. Sich von der Außenwelt abschirmen, nur für eine Weile um ihre Ruhe wieder zu finden. Nur für eine Weile … weg von hier …

{hört Nate zu // folgt ihm // denkt nach // fragt Nate}
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Cato

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   So Sep 16, 2012 5:58 am

Zusammengekauert im Schrank und die Augen vor Angst zusammengekniffen, verharrte ein Mädchen mit langen, blonden Haaren. Ihre Arme waren fest um ihr Lieblingskuscheltier geschlungen. Ein Hund namens Bobby. Das Schloss hier war seit wenigen Tagen ihr Zufluchtsort. Die Nächte über hatte sich das Mädchen namens Cato damit vertrieben, irgendetwas brennbares in Flammen zu setzen. Denn nichts machte ihr mehr Angst als die Dunkelheit. Doch nun kam das schlechte Wetter von draußen und Geräusche im inneren des Schlosses hinzu, die vorher nicht da gewesen waren. Vielleicht waren es die Hausherren? Oder Eindringlinge? Was wenn es eine Meute von Menschen war, die über Leichen gingen? Ja, Cat (so wie Cato lieber genannt wird) hatte eine besondere Gabe. Sie konnte mit Hilfe ihrer Augen Dinge in Brand setzen. Aber die Dunkelheit verdrängte jeglichen Mut und alle Tapferkeit in ihr. Die Stimmen waren mal ganz nah, mal weiter entfernt. "Nicht die Augen aufmachen! Nein, Cat! Lass die Augen zu!"

Ihre Arme drückten den Plüschhund dichter an sich. Die Stille im Schrank wurde plötzlich Unterbrochen, denn Cat musste hicksen. Ausgerechnet jetzt bekam sie einen Schluckauf. Warum jetzt? Was wenn jemand sie hörte? Es war ein heftiger Schluckauf, den sie nicht unterdrücken konnte. Ihr Herz schlug schnell und sie beobachtete alles durch den Spalt der geschlossenen Schranktür.

[Irgendwo in Schrank versteckt mit Plüschtier I hat Schluckauf & Angst]

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Zweitchara von Alessio
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Jesse

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   So Sep 16, 2012 9:11 am

Ja, sein Gegenüber fand sich wohl selbst scheinbar sehr lustig. ´Ein Familienmitglied von dir´ Na auf solche Sprüche konnte der Großgewachsene eigentlich gut und gerne verzichten. Aber nun gut dies hier war ja auch bloß ein Spiel und warum sollte eine solche Bemerkung denn nicht erlaubt sein? Jesse störte sie reichlich wenig. Es war, als könnte er es spüren aber man kaufte ihm nicht ab, dass diese Dinge rein zufällig hier auftauchten. Dennoch, er wollte mitspielen und er wollte gewinnen, also verlagerte sein Gesicht und schaute ihn mit einem Pokerface an.

“Vorsicht, ich könnte dich hier und jetzt in eine Hölle schicken und dir deine schlimmsten Gedanken durch den Kopf schießen lassen, oder wie wäre es damit, du verbrennst in deinen eigenen Flammen?“ Knurrte er leise. Nun begann es gefährlich zu werden, denn jetzt wurde es ernst. Würde er nun immer noch mitspielen, oder aussteigen? Wie weit war diesem komischen Kerl zu trauen?

Da bemerkte er ein Geräusch. Nicht sein ganzer Kopf, sondern nur seine Augen suchten die Dunkelheit ab. Grinsend lehnte er sich gegen ein Regal und verschränkte seine Arme vor der Brust, dabei erfasste er sein Gegenüber immer noch gründlich. Kurz zuckte sein Kopf in die Richtung, aus der das Geräusch gekommen war. “Na, ich glaube wir bekommen Zuschauer, was sollen sie nun zu sehen bekommen?“

Fragte er und lachte dabei erheitert. Wurde das nun immer besser, oder was? Für sein Gegenüber empfand er keinen Hass und keinen Groll um genau zu sein er spürte gar nichts und doch reizte ihn die Gegenwart des Anderen. “Nun wir kennen uns seit mehr als zwei Minuten, sollte meine innere Uhr richtig gehen. Verrätst du mir deinen Namen, damit ich mich an dich erinnern kann?“ Als er die Worte ausgesprochen hatte fragte er sich unwillkürlich, wie viel er wohl über seine Vergangenheit noch wusste und was ich antrieb.

[Bibliothek, Alessio, spricht, bemerkt Aishlin]

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Alessio

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   So Sep 16, 2012 9:31 am

Alessio begann laut zu lachen. Jesse wollte ihn in seinen eigenen Flammen verbrennen lassen? Ihn in die Hölle schicken? Wie witzig und affig von diesem Kampfzwerg. "Du und mich in die Hölle schicken? Ich sehe keinen Hüter des Höllentores, der dir den Schlüssel dafür gegeben haben soll!"

Ui ein bisschen griechische Mythologie. Ja, damit kannte sich der Großgewachsene etwas aus. Das Knurren in Jesses Stimme war eine Einladung zu einem Wettkampf, die der Italiener gerne annahm. Niemals würde er dem Braunhaarigen nun den Rücken kehren, denn er traute ihm kein Stückchen. Ein Geräusch etwas weiter hinten in einer Regalreihe erhaschte kurz Alessios Aufmerksamkeit. Die grünen Augen huschten kurz zur Geräuschquelle, ehe sie sich wieder auf den Gegner hefteten. Und dessen Reaktion kam Alessio ganz recht. Eine leicht angedeutete Verbeugung als Zeichen dafür, dass er in den kampf einsteigen würde und folgende Worte fielen. "Ich stehe ja mehr auf Freestyle als auf eine geplante Choreografie. Lassen wir es also einfach auf uns zukommen."

Die Atmosphäre wurde immer angespannter, während Alessio standfest dem kleinen Kopf gegenüber stand. dies war genau nach seinem geschmack. Egal wer zusah. Hoffentlich war es nur keiner von jesses Clan, der sich einmischen würde! Was auch interessant war, war die Frage nach seinem Namen. Das Grinsen Alessios wurde nun zu einem bedrohlichen Lächeln. "Meinen Namen brauchst du als Erinnerung nicht. Eine Narbe ausgelöst durch Feuer reicht da schon! Das brennt sich leichter ein als der Name eines Fremden."

Seine Hände legte er hinter den Rücken. Bereit sich zu verteidigen und die Peitsche herauszuholen, wenn Jesse sich trauen und ihn angreifen würde. Alessio war wirkich gespannt auf die Fähigkeit seines Gegenübers.

[Bibliothek I Aishlin I Jesse]

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I live my life with the woman of fire; but Istill can not stop being a liar.

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Nathaniel
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Di Sep 18, 2012 6:26 am

Ein schiefes Grinsen stahl sich – unhöflich wie es war – auf das gesicht des Dunkelhaarigen, das in das rot-orange Licht der Kerzen getaucht war. Die graue Umgebung, die durch die großen Fenster sichtbar wurde, schenkte nur wenig Licht und so waren die Kerzen noch immer recht praktisch, da es ja auch immer noch kein Licht gab. Hoffentlich findet Tony bald diesen scheiß Lichtschalter., dachte Nate ein wenig mürrisch. So schwer konnte es doch eigentlich nicht sein, oder etwa doch? Und Tony... Ja, Tona war nicht gerade der Typ, der er besonders gern mochte. Viel hatte er zwar nicht mit ihm zu tun gehabt, doch der gesamte Feuerclan war - wenn man von der Tatsache absah, dass sie alles mögliche in Brand stecken konnten – total unsympathisch. Aber vielleicht gehörte das dazu, vielleicht wurde man so, wenn man mit einem solchen Element kommunizierte. Er jedenfalls würde niemals so werden, von der Tatsache abgesehen, dass er Feuer mied, wenn es ging. Doch diese Kerzen waren kein Problem, jedenfalls nicht solange sie dort blieben wo sie waren – in ihrer Halterung.
“Muss dir nich' peinlich sein, Kathy. Aber ja, ich bin dein Anführer. Ich sehe zwar nicht so aus, als könnte ich ein Anführer sein, aber man wird sich schon was dabei gedacht haben. Allerdings bezweifle ich ja, dass die älteren Luftclanler das genauso sehen und mich respektieren.“, versuchte er der Jüngeren ein wenig ihre Scham zu nehmen, nur weil sie eine Tatsache hinterfragt hatte, die ihr Verstand später als vollkommen offensichtlich abgestempelt hatte. Das war nur natürlich, so fühlte er sich auch oft. Doch nun sollte er wohl etwas mehr Anführer als er selbst sein, oder nicht? So würden ihn die anderen dann wohl auch ernst nehmen. Die Frage war, ob er mehr Anführer sein konnte und ob er sich selbst dann nicht irgendwie... belog? Wie auch immer, jetzt war nicht die richtige Zeit über solche Dinge nachzudenken. Dazu war später noch genug Zeit. Ohne erst mündlich zu antworten schloss Nate langsam und vorsichtig die Hand um eine der Kerzen und zog sie sanft aus der Halterung, damit sie nicht abbrach. Dann hielt er sie Kathy hin. “Hier! Aber sei vorsichtig mit dem Wachs und mit dem Feuer.“, meinte er halb ernst, halb lächelnd. Er sorgte sich nur um Kathy und wollte nicht, dass der Wachs sie verbrannte oder das Feuer noch etwas ganz anderes verbrannte – Beispielsweise ihr Zimmer oder gleich das ganze Schloss. Bei den Gedanken musste Nate hart schlucken. Bilder stiegen vor seinen Augen auf, er spürte das heiße Feuer über seine Haut lecken, wie damals. Doch nichts von dem, was er dort vor Augen hatte, war noch da – das Haus, seine Familie. Und doch hatte er keine genauen Bilder. Wie sahen seine Eltern aus? Hatte er überhaupt Geschwister gehabt? Alles wurde von dieser riesigen Feuerwand verdeckt und alle Geräusche von dem Getoße des Feuers, dass das ganze Haus zerfraß.

{Kathy // im Turmzimmer // redet // denkt // Kerze // erinnert sich}

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I HAVE TO FOLLOW THE WAY OF MY DESTINY.
MY FAULT IS MY HISTORY,
BUT THIS IS MY FUTURE.
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Livianna
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Mi Sep 19, 2012 3:30 am

*You brought a curse on the knowledge of nature
Hunt people down for their spiritual ways
You call them 'witch' when you fear turns to hatred
You're afraid of what you don't understand*

Die Fremde in der Dunkelheit. So hätte man ein Buch benennen können. Oder aber eines von Liviannas vielen manipulativen Spielen. Es entlockte ihr ein Lächeln, ebenso wie die ruhigen Erklärungen der Fremden die sich als Cersei vorstellte. Wenn man es englisch-französisch aussprach so hatte es doch einen interessant anmutbaren Klang.
Dieses Büchlein da vor sich auf jeden Fall war ruhig und bestimmt. Positive Aspekte die Livianna gefielen. Auch die Aufrichtigkeit und Freundlichkeit waren, zumindest in diesem Moment, in gewisser Weise respektabel. Innerlich lobte die goldblonde Frau die Unsichere für soviel Weisheit nicht zu drucksen oder zu lügen. Livianna Covalith glaubte Cersei, weil die Erläuterungen plausibel waren. Sie ergaben schlicht und einfach Sinn und passten wie die sogenannte Faust aufs Auge. Wenn sie allerdings so darüber nach dachte und sich vorstellte wie ehrlich und Aufrichtig sie wohl zu all den anderen war, so war es... Nun delikat. Keine besonders positive Aussicht aber dennoch ein interessantes Mittel welches sie sich weder Verlegen war einzusetzen noch dem sie sich nicht gewachsen fühlte. Der Mensch, der ihr die Stirn bieten konnte musste erst noch geboren werden. Für sie war klar, dass Aishlin nicht mehr als ein kleines Feuerchen am Horizont war. Es würde niemals eine all zu großes und all zu gefährliches Feuer der Hölle werden, dafür sorgte die alabasterfarbene schon mit größtem Bedacht.

Die Blicke der beiden unterschiedlich alten Frauen trafen sich. Eigentlich wies nichts so offensichtlich darauf hin dass Cersei um einiges älter war als Livianna. Und selbst wenn, hätte es die Blonde nicht im geringsten Interessiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie wirklich für diese Person zuständig war lag bei 1:4. Eine sehr geringe Möglichkeit und so entrückte es ihr nur ein freundliches Lächeln bei welchem sie den Kopf noch leicht zur Seite neigte als wieder die Stimme mit einem höflichen Ton Dinge erfragte.
Sie erinnerte sich also nicht mehr viel an ihr Leben. Die Anführerin des Wasserclans wurde etwas ernster und in ihrem Kopf wälzte sie die Daten. Was war schlimm daran? Menschen waren vergesslich, sie vergaßen sogar verdammt viel. Man konnte schließlich nicht alles behalten was man erlebt hatte und das elementarste blieb eben stecken. Zum Beispiel dass man Eltern hatte und eventuell Geschwister. Dass man zur Schule ging und all so ein gediegener Mist den sich die Menschheit in den letzten Jahren hatte ausgedacht. Der fragende Blick bohrte sich durch den eisigen Teint wie eine Spitzhacke durch Stein und schien nach etwas hinter der perfekten Fassade greifen zu wollen. Doch dies ließ sie nicht zu. Sie sog die Luft ein und entließ sie mit einem tiefen Seufzer der davon zeugte, dass die nächsten Worte wohl unglaublich und ungeheuerlich werden würden. Selbst in ihren Blick schwand die kühle und mehr eine gewisse Gleichgültigkeit gepaart mit einem Fünkchen Genervtheit mischte sich in das eisige Blau.

*Condemn them to death for no reason, just mistrust
You holy man with no one to do
You've been judged by the word of a stranger
The holy flame will claim their soul*

“Das ist wohl heute und in den vergangenen Tagen die Frage der Woche gewesen. Und irgend etwas sagt mir, dass immer wieder Menschen herkommen und Fragen genau diese eine Sache und nichts anderes.“

Natürlich. Was denn auch sonst? Jeder verfluchte Organismus an lebenden Zellen kam hier her nur um dies zu erfahren. Dabei war dies doch so unnötig. Vollkommen Irrelevant. Sie war auch hier. Eben weil sie hier war. Der Umstand, dass sie gewisse Leute führen sollte hatte ihr von Anfang an nicht gefallen und änderte sich auch jetzt nicht. Langsam allerdings, entwickelte sie die zarten Fäden die bald schon zu unzerstörbaren Strängen würden mit denen sie einen durchaus... reizbaren Kampf führen würde.

“Was deine Erinnerungen betrifft bin ich eindeutig die falsche Adresse. Jeder andere hier wird dich entweder mit dummen oder verachtendem Blick ansehen. Oh wo wir gerade bei Verachtung sind, nehm dich in Acht. Nicht alles ist wie es scheint.“

Am Anfang hatte sie alles daher gesagt, simpel und leicht als würde sie irgend einen Schultext aufsagen. Doch bei den letzten Worten wurde sie leiser und senkte die Stimme zu einem Geheimnisvollem wispern. Als sie es ausgesprochen hatte blickte sie kurz zur Seite und fuhr dann fort:

“Deine Vergangenheit kennst nur du. Und nur du wirst dich wieder daran erinnern können. Wobei ich es als seltsam empfinde dass du anscheinend verzweifelt nach Details sucht wobei es doch klar ist, dass ein Mensch sich nun wirklich nicht alles merken kann. Wie dem auch sei. Es ist deine Sache und darum rede ich dir nicht groß da hinein. Was das andere betrifft, da kann ich dir helfen. Ich weiss nicht wie viele hier schon herum lungern. Es sind sicher schon mehr als fünf Personen, aber ich kann dir sagen dass ein jeder hier nicht ohne Grund ist. Sie sind alle besonders. Und wenn du weder weisst wie du hierhin gekommen bist noch wieso noch ein Wissen darüber verfügst ob du besonders bist, dann bist du wohl falsch gelandet. Es passiert dass man sich in der Adresse irrt.“

Zu diesen perfekt formulierten Worten kam noch ein umsichtiges Lächeln mit einem wissendem Blick. Und Tadaa es wurde eine simple – eigentlich eiskalte – Erläuterung der Lage gegeben ohne Informationen heraus zu spucken und anderen dennoch das Gefühl zu geben etwas erfahren zu haben. Hinzu kam die unterschwellige Provokation, durch welche die Frau sicher so dumm war und ihre Gabe offenbarte durch zeigen. Wenn sie klug war, würde sie es nur erwähnen. Anhand der nachkommenden Reaktion würde Livianna die Beudeutsamkeit des Kleinhirns vor ihr ausmachen.

[CERSEI | ECKE IM EG SCHLOSS AN DER TÜR]
Lyrik: Agonize – The holy flame

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Liviannas Outfit | EISIGE KÖNIGIN DES WASSERCLANS
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Shaira
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Fr Sep 21, 2012 11:10 pm

Shaira musterte die junge Frau erneut. Zwar meinte sie keine Hilfe nötig zu haben, doch Shaira war da anderer Meinung. Sie starrte auf ihre wunden Knöchel, die abgemagerten Arme und auch die Scheuerungen am Handgelenk, waren nicht zu übersehen. Was war mit dieser Frau bloß passiert?
,,Ich würde dir zu gerne glauben. Ich bin Shaira und du bist?", versuchte die Brünette zu sprechen um vielleicht ein bisschen das Vertrauen der Frau zu gewinnen. Sie zitterte am ganzen Körper, taumelte nach hinten, die Wand hinunter, wie ein Häufchen Elend und landete schließlich wieder am Boden, dort wo Shaira sie auch vorgefunden hatte. Allein, Hilflos und Verängstigt. Sie nuschelte irgendetwas vor sich her, wie ein Mensch, der noch nicht begriffen hatte wirklich hier zu sein. Sie schien in einem Traum, in einem Albtraum gefesselt zu sein und wollte nicht aufwachen. Ja so wirkte das Mädchen vor ihr.
-Was hat man nur mit dir angestellt?-
Shaira nahm ihre rechte Hand streckte sie nach vorn und spielte mit den Fingern. Kurz darauf füllten sich ihre Handflächen mit Wasser, kaltem erfrischenden Wasser, welches Kraft geben sollte und ihr in jeder Situation immer Beistand geleistet hatte.
,,Hier trink das erst einmal, viellicht fühlst du dich danach besser!", forderte sie die Frau auf und streckte ihr erneut die Hand hin, doch diesmal war es nicht ihr zu helfen, sondern damit das Wasser ihr Energie geben konnte. Shaira blickte in ihre leeren Augen, sie blinzelte ein zwei Mal und lächelte ein wenig, als sie schließlich zu ihr auf sah.
Sie wusste zwar ganz genau, das die Frau in ihrem Alter sein musste, jedoch kam sie ihr vor wie ein kleines Mädchen, welches den Weg aus den Augen verloren hatte und nun nicht wusste wohin sie gehen sollte, wem sie vertrauen konnte und eines war ihr Bewusst geworden, diese Frau hatte irgendetwas schlimmes erlebt, etwas so schlimmes, das ihre Psyche kaputt gemacht hatte. Denn nicht umsonst hatte sie Schrammen an den Händen, als wären es Fesseln gewesen, die sich jahrelang in ihre Haut gebohrt hatten, oder Wunden am Körper, weil sie jemand geschahen hatte. Sie tat ihr Leid und plötzlich wurde Shaira bewusst, die musste ihr irgendwie helfen, ohne sie würde sie nicht Eiter gehen. Sie konnte sie hier nicht zurück lassen...

(mustert Cahira/denkt/spricht/benutzt Wasser/spricht/denkt)

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Aishlin
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Sa Sep 22, 2012 3:25 am

» I surrender to the power,
Next we're born again,
And with fixation on every sign,
I cannot explain. «

Noch immer mit einem Grinsen beobachtete Aishlin die beiden jungen Männer. Welch ein amüsantes Spektakel sich hier doch bot. Wobei die Dunkelhaarige eindeutig mehr an Alessio interessiert war, als an allem Anderen. Warum sollte sie sich auch für den Anderen interessieren? Sie verfolgte jegliche Bewegungen der Kontrahenten und lauschte aufmerksam ihren Worten. Sie überlegte kurz, ob es als eine der Anführerinnen nicht ihre Aufgabe war, dazwischen zu gehen und sie zu stoppen. Doch diesen makaberen Gedanken verwarf sie schnell wieder. Warum dazwischen gehen, sich unbeliebter manchen als sie ohnehin schon war und ihre eigene Laune vermiesen? Sachte schüttelte Aishlin den Kopf und verbannte diese hirnverbrannte Idee also in den hintersten Teil ihrer Gedanken. Einmal veränderte sie kurz ihre Position, um bequemer stehen zu können, doch gab sie dabei keinen verräterischen Laut von sich.

Mittlerweile hatte Alessio die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Sie selbst war der Meinung, dass er nur allzu bald seine Gabe einsetzen würde. Wie das allerdings bei seinem Gegenüber aussah, konnte die junge Frau noch nicht beurteilen. Sie kannte ihn nicht und würde sich somit überraschen lassen. Es tat gut, einmal nicht alle Unfähigen herumkommandieren zu müssen und somit genoss Aishlin diese Augenblicke in der dunklen Bibliothek. Beobachtend; wartend. Darauf, was passieren würde. Was der Neue konnte. Wer gewinnen würde. Wann sie entdeckt werden würde. All‘ das würde sich ihr noch offenbaren. Nicht jetzt. Aber bald.

{ wartet ab }

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I found my addiction, my only desire. He's just like me; the one out of fire.

Outfit | Alessio.
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Cersei

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Sa Sep 22, 2012 3:48 am

» » You're as cold as ice
You're willing to sacrifice our love
You never take advice
Someday you'll pay the price. «

Wie eine eisige Prinzessin erschien Cersei die Unbekannte. So zart und zerbrechlich. So wunderschön mit ihrem blonden Haar und der hellen Haut. Doch sie selbst wusste, wie gefährlich Eis auch sein konnte. Wie schnell es brechen und jemanden in den Tod reißen konnte. Somit unterschätzte sie ihr Gegenüber nicht. Hielt Abstand zu ihr, blieb aber dennoch nahe genug, um nicht abweisend zu wirken. Sie wusste noch immer nicht, warum sie hier war. So viele Fragen in ihrem Kopf. Ob dies alles etwas mit ihrer Gabe zu tun hatte? Ob die Andere auch etwas Besonderes konnte? Ob sie Aaron widersehen würde? Innerlich fluchte sie kurz. Ihre Gedanken kreisten schon wieder um Aaron. Aber sie kannte es doch nicht anders. Es ging immer nur um Aaron. Egal, was sie tat. Er war überall da und es gab nichts, in dem sie ihn nicht sah. Doch die Blonde lenkte Cersei ab. Das Bild mit dem Eis wollte ihr allerdings nicht mehr aus dem Kopf gehen. Auch nicht, als sie erneut zu reden begann.
“Was deine Erinnerungen betrifft bin ich eindeutig die falsche Adresse. Jeder andere hier wird dich entweder mit dummen oder verachtendem Blick ansehen. Oh wo wir gerade bei Verachtung sind, nehm dich in Acht. Nicht alles ist wie es scheint.“ – Das war es doch nie. Niemals war etwas so, wie es schien. Nicht dieses Schloss. Nicht die Eisige. Nicht einmal sie selbst. Sie war niemals der Mensch gewesen, für den sie alle gehalten hatten. Sie war nicht höflich, offen; nicht der Typ Mensch, den man einfach als Freund hatte. Sie war eiskalt, sprach meist das auch, was sie dachte. Sie war gefährlicher, als man es ihr ansah.

„Ich danke für diesen Rat. Aber ich bin mir bewusst, dass nicht alles Gold ist, was glänzt“
antwortete sie in einem etwas kühleren Ton, wobei sie jedoch keineswegs unhöflich klang. Doch ehe sie noch etwas hinzusetzen konnte, folgte schon eine Art Predigt der Unbekannten. Dass sie verzweifelt nach Details suche. Dass man nie alles wissen konnte. Dass Gedanken immer wieder kamen und verschwanden. Cersei wusste es. Cersei wusste all‘ das, was die Blonde sagte. Vielleicht hatte sie es falsch formuliert. Sie war nicht hier, um vergessene Gedanken wiederzufinden. Sie wollte wissen, ob es einen Grund gab, dass alle hier waren. Es war doch kein Zufall, dass sich mehrere Menschen in einem Schloss trafen, in dem es scheinbar noch nicht einmal Strom gab.
„Ich BIN etwas Besonderes“ antwortete Cersei mit starker Stimme. Es war nicht diese seltsame Floskel ‚jeder Mensch ist etwas Besonderes, weil er einzigartig ist‘. Nein. Cersei war besonders. Sie hatte eine Gabe. Konnte Dinge, die manche Leute nicht zu träumen vermochten. Und das wollte sie der Blonden nur zu gern zeigen. Doch sie selbst hielt sich zurück. Zügelte sich. So hatte sie es gelernt – man zeigte seinem Gegenüber niemals sofort, wozu man fähig war. Sollte die Eisige es herausfinden.
„Ich kann Dinge, deren sich andere Menschen nicht bewusst sind. Sie würden es nicht verstehen. Dumm angesehen zu werden ist dagegen ein Witz. Wer weiß, was sie alles tun würden, um herauszubekommen, warum ich es kann. Wieso es so ist. Warum sie es nicht können…“ flüsterte sie etwas leiser. Man hätte behaupten können, sie sei unfreundlich geworden. Doch das lag nun wirklich nicht in ihrer Art. Sie wollte einfach nur deutlich machen, dass sie besonders war. Kein Mensch, der sich schnell einschüchtern ließ. Sie war stark genug, um etwas heraufzubeschwören, mit dem sie Andere töten könnte.
„Dürfte ich nun fragen, warum Sie hier sind? Sind Sie etwa auch etwas Besonderes“ fragte sie im Gegenzug, um wenigstens etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Um nicht ganz unwissend zu bleiben. Und wer weiß, vielleicht waren sie sich sogar ähnlich.


{ LIVIANNA | antwortet }

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Aaron.
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Livianna
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Sa Sep 22, 2012 10:22 am

*Die Bestie sie schlägt, das Dunkel obsiegt
Es bleibt nur die Qual, bis das Blut gefriert
Gott hasst auch dich
Gott hasst auch dich*


'Ich BIN etwas Besonderes ', war die starke und Aussagekräftige Antwort der anderen Blonden. Es entlockte nach außen hin lediglich eine hochgezogene Augenbraue als wolle die Mimik der Anführerin sagen: Ach wirklich? Ein rhetorisches Ach wirklich, an dessen Sarkasmus nichts zweifeln ließ. Dass dies ein abgekatertes Spiel war ließ sie sich nicht merken. Denn zu der hoch gezogenen Braue lächelte Livianna innerlich zufrieden. Das war eine gute Antwort, eine Antwort die den Nagel auf den Kopf drückte und mit einer Wucht gesprochen, dass sie es ihr sofort glaubte. Ja, diese Frau war was besonderes. Davon war auch Livi überzeugt und das innerhalb dieser winzigen Sekunde wo sie die Aussage doch erst getätigt hatte ohne irgend etwas zu machen.
Diese Frau vor ihr war Ausdrucksstark und hatte eine interessante Aura, die sie in diesen vier Worten so immens freigegeben hatte. Es war sehr respektabel und gefiel der Eisäugigen. Aus irgend einem Grund hatte sie einfach gefallen an der Frau und ließ sie reden, auch wenn sie mit den folgenden Sätzen immer leiser wurde und schon fast zu einer winzigen Maus mutierte. Doch entgegen aller Erwartungen packte sie nun nicht mit ihrem Können heraus um zu unterstreichen, dass sie Dinge konnte, die andere Menschen an ihr herumwerkeln lassen wollte. Sie schien wie Livi zu glauben, dass man nicht alles anderen Menschen einfach unter die Nase reiben musste. Fabelhaft. Und dennoch, es würde ihr eine Freude sein, diese Cersei soweit zu reizen, dass sie es doch tun würde. So wie Livianna sich spontan dazu überreden lassen hatte, durch eine unwillkürliche Einladung, ihr Können unter Beweis zu zeigen.
Das ganze Gesieze der Frau machte Livi älter als sie war und doch sah sie gekonnt darüber hinweg. Zunächst antwortete sie auf die leisen Erklärungen mit einem etwas spöttischem Lächeln.

“Natürlich. Sie würden dir den Bauchraum aufschneiden und überprüfen ob dein Blut nicht grün ist. Immerhin könntest du ein Außerirdischer sein, solltest du wirklich etwas können was es Wert herauszufinden wieso du es kannst.“

Es war ein eindeutiger Stich gegen die Glaubwürdigkeit ihrer Worte.

“Als nächstes willst du mir wohl sagen, dass du fliegen kannst. Wundervoll, dann sollten wir gleich das Labor im Keller nutzen, welches ich vor wenigen Sekunden noch entdeckt hatte. Schließlich weiss ich, dass alle außer dir es nicht können.“

Einige Bluffs hatten eigentlich noch nie geschadet um an Informationen zu kommen die man wollte. Und ebenso Glaubwürdig brachte sie ihre Zunge mit leichten Bewegungen über die vollen Lippen. Die Eisprinzessin zog ihr linkes Bein zurück und stellte sich mehr seitlich hin. Auch ihr Kopf wandte sich von Cersei ab und blickte in die Eingangshalle. Natürlich war der Ton anders als der vorherige gewesen. Aber Livianna Covalith hatte nie auch nur im geringsten angedeutet, warum sie alle besonders waren. Cersei hingegen hatte auf etwas hingedeutet und es war doch klar, dass ein normaler Mensch so agieren würde. Ihr war ebenso klar, dass sie kein normaler Mensch war und umso lustiger wurde es als die resolute Antwort auf ihre letzten Fragen kamen, die wieder alles vernichteten und noch mehr Verwirrung stifteten und die Reizbarkeit erhöhen sollten.

“Aber nicht doch. Ich bin nichts Besonderes, ganz und gar nicht.“

Mit einer gewissen Belustigung sagte sie es daher, ohne den Blick von dem Trubel abzuwenden. So konnte Cersei nicht sehen wie sich ein eiskaltes Funkeln in die Augen schlich und nur die eisige Tonlage ihrer Worte verriet wie ernst und belustigt sie davon war.

“Ich bin speziell.“

Das war natürlich etwas ganz anderes als Besonders. Es war noch mehrere Stufen weiter oben und zugleich nichts aussagend. Ihre Aussage konnte eine Beschreibung des Charakters sein, aber ebenso gut auf ihr Äußeres abzielen wie eventuell auf etwas mehr. Was sie damit erreichen wollte? Sie wollte dass Cersei glaubte, dass sie nicht ernst genommen wurde und sie die aufrechte Fassade endlich verlor um zu zeigen was in ihr steckte. Ja, jetzt wollte Livianna, dass die Puppe nach ihrem Willen tanzte.

[CERSEI | Eingangshalle | ärger ärger ärger – Wo bleibt der Eissturm?]
lyrik: Agonize – Bis das Blut gefriert

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Cahira

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Sa Sep 22, 2012 10:22 pm

Immer noch sitzend beobachtete Cahira den Boden vor sich. Er war mit staub übersät und Schmutz. Hier wohnten wohl erst seit kurzem Menschen. Zumindest machten der Geruch und der Zustand diesen Eindruck. Sie rieb sich die Augen, nur damit sie noch mehr juckten und lehnte dann den Kopf gegen die Wand. Warum war diese Fremde immer noch da? Warum konnte sie nicht einfach weggehen und Cahira alleine lassen? Was war sie denn schon wert, als das man sie beachten müsste? Die junge Frau blickte zu der anderen auf, welche sich nun vorstellte. ´…und du bist?´ Darauf fand sie keine Antwort. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Wer war sie denn schon? Eine junge Frau, unerwünscht in diese Welt hineingeboren und zum Tode verurteilt. Wer sie war spielte doch gar keine Rolle, weder für Shaira noch für sie selbst und dennoch wurde sie danach gefragt.

“Seit ich mich erinnern kann nennt man mich Cahira, oder einfach Cara, wie man es am liebsten hat.“ Oder man gab mir gar keinen Namen, sondern nannte mich einfach ´Es´. Immer noch klang ihre Stimme matt, aber wenigstens hatte sie aufgehört zu stottern und konnte in klaren Sätzen antworten. Flüchtig blickte sie an Shaira vorbei den Gang entlang, weil sie etwas gehört hatte, aber da war nichts und ganz allmählich lockerten sich ihre Muskeln und sie entspannte sich ein wenig. Mit klarem Kopf konnte man viel bessert denken.

Dann aber verkrampfte sie sich wieder, als ihre eine Hand gereicht wurde. Ängstlich blickte sie zu Shaira auf, welche sie freundlich anlächelte. Es war Wasser und es war für sie? Vorsichtig nahm sie es und trank. Cahira hatte seit Ewigkeiten wie es ihr schien nichts mehr getrunken und sie genoss das Gefühl, als das Wasser ihre Kehle hinunterlief. “Du besitzt also die Gabe des Wassers.“ Sagte sie, wobei es mehr eine Feststellung, als eine Frage gewesen war. Ein wenig Wasser war noch vorhanden und mit einem sanften Lächeln, wie bei einem Kind kniete sie sich hin und streckte ihre Hand aus. Mit dem Zeigefinger schwebte sie nahe an dem Rest der Flüssigkeit. Nach einem kurzen Moment kam Leben hinein und das Wasser begann sich zu formen. Es bildete feine Linien, welche sich ineinander verbanden. Große Flächen entstanden, während innen die Flächen immer kleine wurden.

Das Wasser hatte die Form einer geschlossenen Rose angenommen, welche bald bereit sein würde zu blühen. Cahira schaute ihr Kunstwerk wie in Trance an, dann entließ sie das Wasser wieder in seine ursprüngliche Form und Masse. Sie wusste nicht, ob sie nun etwas Falsches getan hatte, aber es hatte sich gut angefühlt und mit Wasser zu experimentieren machte ihr immer Spaß. Dann allerdings wurde sie traurig und ließ sich wieder gegen die fallen. Ihrem Bruder hatte sie einst ein solches Geschenk gemacht und er hatte einfach gelacht und war gegangen. “Danke für das Wasser.“ Sagte sie leise, aber so laut, das Shaira es hören konnte.

Soweit so gut, nun hatte sie in ein Schloss gefunden, war einer Fremden begegnet, hat von dieser Hilfe angenommen und nun? Nun würde sie es irgendwie wieder gutmachen müssen, aber wie? Vor allem weil sie nicht hier bleiben konnte. Sie musste weg. Das Lächeln verschwand aus ihrem Gesicht und hinterließ einen gehetzten Ausdruck. Sofort musste sie gehen. Wenn es hier noch mehr gab, welche eine Gabe besaßen, dann konnte es sein, dass man sie hier suchen würde, denn es war sehr wahrscheinlich, dass sie hier war. Irgendwo würde es schon einen Ort geben, an dem sie bleiben konnte und warten… Aber warten worauf? Das sie verhungerte, dass sich ihre Wunden entzündeten? Das man sie wieder fortjagte?

Zwar konnte Cahira schreiben und sie konnte auch lesen, dass hatte man ihr beigebracht… irgendwann einmal. Aber sie war nicht fähig zu arbeiten. Selbst für leichte Arbeit war sie in diesem Zustand zu schwach. Warum nur konnte sie sich nicht erinnern? Irgendetwas Gutes musste doch in ihrem Leben geschehen sein, oder? Bis jetzt war es nicht so gewesen. Sie kannte ihre Eltern nicht. Gab es sie gar nicht, oder warteten sie darauf, dass Cahira nach Hause kommen würde, wo sie bereits warteten? Ihre Erinnerungen gehen bis zu diesem dunklen Raum zurück. Bis zu dem Ort, vor dem sie so viel Angst hat.

Sie war nicht alleine in dem Raum, es war noch jemand da gewesen. Hatte sie sich mit ihm unterhalten? Sie wusste es nicht recht…es roch nach Angst und Verzweiflung. Die Bilder konnte Cahira nicht aus ihrem Gedächtnis verbannen, sie tauchten immer und immer wieder auf.
“Wo bin ich hier?“ Fragte sie und bemerkte es zu spät, dass sie die Frage laut gestellt hatte. Mit einer Hand berührte sie ihre nackte Schulter. Sie fühlte sich kalt an. Ihre Haut brannte ein wenig an der Stelle, wo sie diese berührte.


[Shaira, spricht, formt Wasser, denkt, erinnert sich]

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Jesse

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Sa Sep 22, 2012 10:46 pm

Jesse bemerkte, dass der Fremde ihn nicht sonderlich ernst nahm, aber das war ihm auch egal, denn darum ging es doch schließlich gar nicht. Er hatte auch gar nicht versucht im Angst einzujagen, sondern er wollte lediglich ein wenig spielen. Es musterte sein Gegenüber, während dieser lachte. “Du hast Recht, so etwas kann ich wirklich nicht. Schade eigentlich, ich würde es gerne einmal sehen.“ Sagte er süßlich und lächelte. Wenigstens hatte er es nicht mit einem Idioten zu tun, oder vielleicht doch? Sein Gegenüber war zwar kein Idiot in diesem Sinne, dass er nichts bemerkte, oder dass er sich auf das Spielchen von Jesse einließ, aber er war dennoch einer.

Wie lange war der Braunhaarige nun schon hier? 15 Minuten, oder eine Stunde? Egal wie, er hatte sich wohl bereits einen Feind gemacht und diesen sollte er lieber nicht mehr vergessen, sonst könnte das Böse enden. Leicht legte der raunhaarige den Kopf schief. Verglich er denn jetzt schon diese Bibliothek mit einer Bühne? Die Ernsthaftigkeit mit einem Bühnenstück? Na, er konnte sich auch bei dieser Bemerkung irren und sie falsch interpretieren, aber eigentlich glaubte er nicht an Zufälle. “Ich bin da deiner Meinung, man sollte das Leben auf sich zukommen lassen.“

Kurz überlegte sich Jesse, weshalb er sich auf diese Herausforderung herabgelassen hatte. Er kannte seinen Gegner eigentlich gar nicht. Nicht das er Angst hätte, aber Vorsichtig ist immer besser als Nachsicht. Der Fremde, welcher wohl für die nächste Zeit der Fremde bleiben würde legte seine Hände auf den Rücken und Jesse war sich nicht sicher, was er davon halten sollte. Außerdem stand er viel zu nah bei dem Fremden. Also ging er einige Schritte zurück, aber darauf achtend, dass es nicht so aussah, als wollte er sich zurückziehen. Zwar hätte dieser hübsche Trick einen gewissen Reiz, aber er stufte ihn für schlau genug ein diese Taktik zu bemerken und er hatte keine Lust, dass er ihm folgen würde.

Als er genug Abstand zwischen sich und dem Fremden gebracht hatte lächelte er erwartungsvoll. Wie gut konnte er wohl seine Gabe kontrollieren? Würde der Fremde nun wirklich den Schritt wagen und auf ihn zuzukommen? Oder würde er es einfach gut sein lassen? Der Braunhaarige konnte ja etwas nachhelfen, denn er hatte nun wirklich genug Hass aufgestaut um seine Gabe genügend einsetzen zu können.

Am Ende entschied er sich abzuwarten, vielleicht konnte man ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen. Zur Vorsicht allerdings ließ er im hinteren Teil er Bibliothek einen Trumph entstehen, denn ganz Schutzlos wollte er nicht sein.

[Bibliothek, Aishlin, Alessio, spricht, entfernt sich von Alessio, erschafft Halluzination in Raumecke, wartet]

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Aaron
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   So Sep 23, 2012 5:34 am


Konzentration! Zu viele Stimmen erfüllten mit der Zeit den Raum. Konnten sie nicht schweigen?! Er versuchte schließlich nachzudenken. Wo genau war er hier? Die Antwort „in einem Schloss“ befriedigte die Fragen in seinem Kopf nicht. Wie hungrige Wölfe warfen sie sich auf diese simple Antwort und zerrissen sie unter wildem Knurren. Eine der wichtigsten Fragen überhaupt war, wie er hierher gekommen war? Wieso hatten seine Füße ihn zu diesem alten Schloss getragen und wieso glaubte er, hier richtig zu sein? Das war doch überhaupt das seltsamste oder nicht? Nunja, es würde schon irgendeinen tieferen Sinn haben, der jetzt nicht ersichtlich war. Doch genau das, gefiel Aaron an der ganzen Sache am wenigsten.
Wie aus dem Nichts erklang hinter ihm eine wohlbekannte Stimme, die er wohl lange Zeit überhört hatte, und vor Überraschung fiel ihm doch glatt die flammende Shurike aus der Hand und landete wie brennender Meteorit auf dem Boden. Mit dem kleinen, feinen Unterschied, dass es nur einen Brandfleck und keinen Krater gab. Ein leichter Hauch seiner Gedanken genügte und die Flamme erlosch und die Shurike schien zu so feinem Staub zu zerfallen, dass er schon gar nicht mehr sichtbar war. “Cersei...“, flüsterte er leise, als ob er sich selbst davon überzeugen müsste, dass sie es war. Doch ganz klar zeichnete sich ihre kleine Gestalt in der Dunkelheit ab. Mit der Zeit hatten sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnt und so konnte er sie und eine weitere Frau wahrnehmen.


{denkt // CERSEI}

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Cersei.
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Alessio

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Mo Sep 24, 2012 3:38 am

Abstand? Wofür brauchte Jesse denn bitteschön Abstand? Achja, das machte das ganze so quälend, langwierig und streckend. Alessio blieb stur, wo er war und betrachtete genüsslich das Spielbrett, welches Jesse nun offensichtlich aufstellen würde. Alles was Alessio tat, war die Raumtemperatur etwas zu erhöhen. Die Luft schimmerte und flackerte um ih nherum. Je größer die Distanz jedoch zu dem Auslöser dieses Temperaturanstiegs wurde, umso geringer waren die Auswirkungen. Ja, der Italiener hatte Grenzen. Doch seine Peitsche war noch besser als dieser kleine Trick. Und auch deren Reichweite. Trotzdem wartete er ab und ließ sich nicht beirren oder provuzieren. Er hatte Zeit und die nahm er sich. Prüfende Augen beobachteten Jesse. Komplette Stille herrschte in der Bibliothek. Man hätte ein Staubkorn fallen hören können (was für ein Deutsch). Gleichzeitig herrschte elektrisiserende Spannung. Beide Kontrahenten standen einander gegenüber. Damit jesse auch checkte, dass der Italiener auf ihn wartete, verbeugte Alessio sich minimal. Dabei behielt er den Braunhaarigen misstrauisch aber lächelnd im Blick. In einer fließenden Bewegung richtete sich der Dunkelblonde wieder auf.

Die Bibliothekstür stand offen. Die leisen Schritte waren kaum zu hören. Alessio war voll und ganz auf seinen gegner konzentriert. Dann plötzlich ein spitzer Schrei und Flammen erhellten den Raum. Ein weiterer Schrei und die Flammen waren erloschen. Seine gesamte Aufmerksamkeit gegenüber Jesse war nun verflogen und er starrte verdutzt hinter jene Regale aus denen nun schallende Schritte zu hören waren.

[Jesse I Aishlin I Cato I Bibliothek]

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I live my life with the woman of fire; but Istill can not stop being a liar.

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Cato

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Mo Sep 24, 2012 3:47 am

Die Geräusche entfernten sich und ebenso die Stimmen. Cato versuchte sich zu beruhigen. Ewig konnte sie nicht hier drinnen bleiben. Sie musste verschwinden! Also nahm sie allen Mut zusammen, nachdem beinahe alle Geräusche fort waren und es mucksmäuschen still wurde. Natürlich nahm sie Bobby mit, den sie fest an sich presste. Das junge Mädchen versuchte sich immer möglichst in den Schatten zu bewegen. Wie eine Spionin oder auch ein Gespenst huschte sie von Raum zu Raum, durch die Korridore bis hinein in die Bibliothek. Wieder hörtesie Stimmen. Durch das wiederhallen an den Wänden und ihre geringe Lautstärke erkannte Cato nicht, dass ihr eine Stimme hätte vertraut vorkommen müssen. Stattdessen ging sie durch die dunklen Regale entlang, möglichst weit entfernt von den Stimmen. Als die um eine Regalebene bog, da sah sie es. Es war recht groß und düster. Die Augen dieses Etwas schauten in ihr Innerstes und ließen sie schreien. Bilder tauchten vor ihren Augen auf. Schlechte Erinnerungen. Alle Hoffnung udn alles Schöne verblasste. Mit ihren Augen ließ sie unter dem Wesen Flammen emporschießen, doch richteten diese nichts aus, weshalb Cat noch ein weiteres Mal aufschrie. Beim weglaufen, stolperte sie rückwärts und schlug ihre Arme über den Kopf. Ihre Augen kniff sie zu und sie zitterte vor Angst. Rasend schnell pochte ihr Herz in ihrer Brust. Nicht nur dieses... DING, sondern auch die Fremden wussten nun, wo sie war. So oder so war sie verloren. Bobby, der Plüschhund lag einsam neben ihr auf dem Boden.

[schleicht durch Bibliothek I Jesse's Illusionennebel ausgesetzt I schreit I hat Angst]

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Zweitchara von Alessio
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Anthony

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Di Sep 25, 2012 1:42 am

Während Jarvis weiter suchte bemerkte Tony, wie Aishlin ihre Lippen dicht an sein Ohr heran brachte. Etwas das Emma auch gerne gemacht hatte und diese Erinnerung versetzte ihm einen ungewollten Stich. Sie hatten so viel gemeinsam überstanden und jetzt war sie nicht mehr bei ihm. Was sie wohl dachte? ZU erst fiel es ihm schwer sich auf die Worte der Dunkelhaarigen zu konzentrieren. Denn Tony dachte an die letzte Zeit mit Emma – der einzigen Person die er wirklich hatte. Diese Erinnerungen schienen dafür zu sorgen das sich seine Kehle etwas zu schnürte und auch sein Brustkorb scheinbar nicht mehr richtig funktionieren wollte.
Erst die Worte 'Eismonster' rissen ihn aus dieser Erinnerung und so drehte er den Kopf leicht zu Aishlin als sie seinen Keller verlassen wollte „ Sie wird es auch so bereuen. Ich bin nicht umsonst ein Genie. Ich bin derjenige mit den Codes zu den Räumen im zweiten Keller „ fügte er mit einem recht düsteren aber amüsanten grinsen hinzu.

Kaum das die Tür hinter Aishlin zu ging sah er sich um, „Sir?Ich habe die Hauptstromzufuhr gefunden. Sie ist in der linken hinteren Ecke“ ertönte die Stimme von Jarvis und Tony nickte zu Frieden. „ J, wenn du schon dabei bist, generiere mir doch bitte eigene und spezielle Codes für den Keller hier. Ich möchte nicht, dass man hier einfach so rein oder raus kommt – ohne das ich es gestatte. Das hier ist mein Spielzimmer..“ sagte Tony nur um dann mit seiner Werkzeugtasche sich nach ganz hinten in die linke Ecke durch zu schlagen. Ruhig hockte er sich vor den Kasten und betrachtete einen Augenblick lang im Schein seiner Taschenlampe die Drähte und alles was sich in dem Kasten befand. „ Sollte gar nicht so schwierig sein“ murmelte er in seinen Bart hinein bevor er dann schließlich die Taschenlampe einfach mit einem Band an seinem Kopf befestigte. Gelassen holte er sein Werkzeug heraus und begann eine ganze weile an den Drähten und der Platine, die in dem Kasten war, herum zu schrauben und zu basteln.

Nach einer ganzen weile sog er etwas lauter die Luft durch die Nase ein und sah sich um „ Jarvis, versuch mal das Licht im Schloss anzuknipsen..“ rief er in den großen Keller hinein. Kaum das Tony es ausgesprochen hatte, ging über all, wie von Zauberhand, das Licht an. Selbst im Keller wurde es endlich hell und ein triumphierendes, typisches Emsworth grinsen huschte über die Lippen von Anthony. „ Wir haben jetzt in allen Räumen Strom und Licht, Sir. Soll ich die Computer anwerfen?“ fragte Jarvis und Tony antwortete ihm sofort, „ Aber natürlich...ich bitte darum J. Wollen wir doch mal sehen auf welchem Stand die Software hier ist..“. Gelassen nahm Tony die Taschenlampe vom Kopf und machte sie aus. Sie verschwand, so wie die gebrauchten Werkzeuge, wie der in die Tasche. Rund um ihn herum begannen die neumodischen Bildschirme anzuspringen. Sie schienen förmlich in der Luft zu hängen, waren so dünn wie Papier und durchsichtig. Erst als die Server in dem Raum hoch gefahren wurden und genauso der Pc, konnte man erkennen das sich ein Loginfenster öffnete. Kurz fuhr er sich durch die wirren Haare und seufzte genervt „ Knack den Code und bring uns rein „ waren Anthonys einzige Worte. Schließlich begann Tony seinen Laptop an das System anzuschließen und wartete darauf, dass Jarvis das vorhandene System gehackt hatte. Was gab es besseres als Arbeit, um die traurigen Erinnerungen zu vergessen? Es war ein seltener Moment, denn Tony sah kurz traurig einfach nur auf den Laptop. Erst als Jarvis erklärte, dass er sich in dem System eingeloggt hätte verschwand der Ausdruck und Tony lies sich auf einem Schreibtischstuhl nieder und begann auf die Tastatur seines Laptops ein zu tackern. Ungeachtet des Theaters oben, schließlich musste er die Software wirklich auf einen neuen Stand bringen. Das System war mehr als nur leicht zu umgehen. Sobald sein System auf den hiesigen Servern war, würde es einem mehr als nur schwer Fallen und sollte man doch den Versuch wagen, würde Tony es bemerken – oder viel mehr Jarvis. „ J? Kannst du neben her mal die Lautsprecher anknipsen? Schließlich sollen doch alle wissen, dass sie Sicherheitscodes brauchen und das ich derjenige bin, der sie hat..“. „ Natürlich Sir, aber finden sie das nicht ein wenig subtil?. Genervt verdrehte Tony die Augen „ Mach es einfach Jarvis, jeder braucht seinen Spaß...“, brummte er die kI an. Keine zwei Sekunden später war in jeder Ebene und in jedem Zimmer folgendes zu hören: „ Test, Test...Sehr schön es geht einwandfrei. Wie ihr gemerkt habt, habe ich Gott gespielt und das Licht angeknipst aber es gibt noch andere interessante Dinge. Zum Beispiel, gibt es sonderbare Räume in dem ersten Keller. Man braucht für diese Sicherheitscodes und hoppla, ich bin der von den man die Codes bekommt. Wer also dort ein wenig stöbern will, sollte runter kommen. Und immer Artig klopfen – denn die Tür öffnet sich nicht von alleine. „. Mit den Worten hallte Tonys Stimme durch das gesamte Schloss, so das alle es überall hören konnten. Auch wenn eine gewisse Genugtuung in seiner Stimme zu hören war – Anthony hatte es sich zur Aufgabe gemacht den Wasserclan ein wenig zappeln zu lassen, was de Codes betraf. Mit einem zufriedenen grinsen auf den Lippen begann der Waffenexperte weiter zu arbeiten. Mit einer kurzen Handbewegung machte er sich schließlich eine Musikauswahl von ACDC an und stellte sie doch sehr laut ein. Wahrscheinlich war die Musik sogar noch vor der Tür zu seinem Keller zu hören – doch das interessierte ihn nicht. So konnte er immer hin am besten arbeiten und lediglich Emma hatte die Erlaubnis seine Musik leiser zu drehen.

[in seinem Keller | antwortet Aishlin | fängt an zu arbeiten ]
(TONY STIMME IST ÜBERALL ZU HÖREN! LICHT WURDE ANGEMACHT & STROM FUNKTIONIERT JETZT AUCH ÜBERALL)

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Eric
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Di Sep 25, 2012 2:39 am

Eric nickte bestätigend, als sie noch einmal fragte ob er auch nichts von sich wusste. „ Ja..das stimmt. Ich weis lediglich, wie ich vor einer Weile bei diesem verrückten Haufen aufgewacht bin..“ sagte er mit einem matten, aber dennoch etwas traurigen schmunzeln auf den Lippen. Wie gerne würde er mehr über sich wissen. Über das was er getan hatte, bevor er hier in diese seltsame Umgebung gebracht worden war. Doch so sehr er es auch immer und immer wieder versuchte – er konnte sich nicht Erinnern. Nicht schien seine Erinnerungen zurück zu bringen. Hier wurde er lediglich als der Erdclananführer und als ein Arzt abgestempelt – doch vielleicht war er mehr als das? So würde er es auf jeden Fall nie erfahren. Er hatte nichts, dass seine Erinnerungen irgendwie auf die Sprünge half. Nichts das ihm dabei half die Gedanken, die sich ihm immer wieder entzogen, fest zu halten und anzusehen.
Eric bemerkte, wie irgendjemand an ihnen vorbei huschte und doch schenkte er dem erst einmal keine Beachtung. Emma wirkte schwach und schien halt zu suchen. Den wollte er ihr geben, so weit wie es der Erdbändiger eben vermochte. Nur neben her bemerkte er, wie nach und nach Livianna und auch Aishlin aus dem Keller hoch zu kommen schienen. Tony jedoch schien gänzlich dort verschollen zu sein. Nichts was ihn wundern würde. Selbst in der kurzen Zeit am Lagerplatz, hatte Eric Tony nur selten zu Gesicht bekommen. Meistens dann, wenn eine seiner Erfindungen etwas anders reagierte als er es berechnet hatte. Ob nun durch eine Explosion, die ihn nach draußen geschleudert hatte oder einfach nur eine Rauchwolke, die den Waffenexperten nach draußen getrieben hatte.
Als Emma ihn weiter nach Tony fragte, wenn auch eher indirekt, runzelte er die Stirn. Sie glaubte ihn zu kennen? Nun wenn es ihr half, würde er ihr gerne so viel erzählen wie er konnte. „ Du kennst Anthony? „ fragte er trotzdem einmal halb - auch wenn es eher eine rhetorische Frage war. „ Anthony „Tony“ Emsworth. Laut seiner Aussage der bekannteste und gefragteste Waffenexperte, den die Welt momentan zu bieten hat. Seine Firma heißt Emsworthindustries und so weit ich es von ihm erfahren habe, wird er sogar manchmal von der Presse als Händler des Todes bezeichnet. Ein sehr seltsamer, wenn wahrscheinlich auch passender Name für einen Waffenexperten...“ doch bevor er weiter reden konnte ging auf einmal das Licht an. Kurz kniff Eric die Augen etwas zusammen, denn es wurde schließlich schlagartig hell. Kaum das sich seine Augen an die Helligkeit gewöhnt hatte, sah er wieder zu Emma. Jetzt konnte man wirklich sehen, dass sie beide aussahen wie begossene und durchnässe Pudel. Die dunklen Haare hingen Eric etwas in das Gesicht hinein und das schwarze Hemd klebte an seinem Oberkörper. Selbst das Wasser ins einen Schuhen war immer noch vorhanden und es war kein schönes Gefühl. Kaum dass das Licht angeknipst war, hallte auch schon die Stimme Tonys quer durch das Erdgeschoss und so schwieg er bis Emsworth ausgesprochen hatte. „ Das war Tony grade...“ erklärte er an Emma gewandt. „ Wenn..sie zu ihm möchten, ich kann sie in den Keller begleiten. Wahrscheinlich hört er das klopfen so oder so nicht. Die Musik die er hört ist immer ohrenbetäubend laut, wenn er arbeitet. Eine sehr nerven aufreibende Angewohnheit, wenn man nur in einer kleinen Hütte wohnt und man seine Musik noch Meterweit in normaler Zimmerlautstärke hören kann..“ sagte er mit einem freundlichen lächeln. Trotzdem meinte Eric das Angebot ernst. Wenn es ihr helfen würde sich zu erinnern, wollte er ihr helfen. Er konnte es schließlich sehr gut nachvollziehen wie so etwas war. Nicht zu wissen wer man eigentlich war..

[bei Emma im Erdgeschoss | antwortet ihr | wird von dem plötzlichen Licht geblendet | hört Tony zu | redet]

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Do Sep 27, 2012 7:03 am

Ein berühmter Waffenexperte. Sehr gefragt. Anthony Emsworth. Emsworthindustries.
Sie spürte ihren Kopf arbeiten, spürte, wie er versuchte zu greifen, was nicht zu greifen war. Es kam ihr bekannt vor, all das. Aber sie wusste nicht, ob es gut war oder nicht. Ob sie Angst haben musste oder nicht.
Sie war neugierig geworden.
Mit einem Mal fühlte sie sich wieder lebendig und eine kleine Stimme in ihrem Kopf rief: „Abenteuer!“
Sie sagte nichts weiter, sondern wartete, dass Eric weiter reden würde.
Doch dann ging das Licht an. Alles war gleißend hell und die Helligkeit brannte sich durch die Dunkelheit.
Es tat ihr weh in den Augen, und so hob sie schützend die Hand vors Gesicht.
Als sie sich langsam an das Licht gewöhnt hatte, entfuhr ihr ein überraschter Laut.
Eric war groß, viel größer als sie gedacht hatte und er war auf seine Art schön- und vertrauenserregend. Von ihm ging eine angenehme Ausstrahlung aus.
Und sie hatte richtig gelegen mit ihrem Verdacht. Sie waren nicht allein gewesen, nein.
Doch obwohl sie diese Vorahnung gehabt hatte, war sie erstaunt. Es waren sehr viel mehr Personen in der Eingangshalle, als sie gedacht hatte.
Sofort fühlte sie sich unwohl, aber sie diese Menschen, all diese Menschen waren ihr egal.
Sie hatte die Möglichkeit, ihre Vergangenheit zu finden.
Aber ihr wurde keine Zeit gelassen, darüber nachzudenken.
Eine Stimme hallte durch den Raum.
Eine Gänsehaut lief über ihren Körper. Sie war sich sicher, sie hatte diese Stimme noch nie gehört, aber sie gehörte einem Bösen. Ihre Welt war schon einmal bedroht worden
In den Keller sollte man gehen. Dort würde sie ihn finden.
Den Worten von Eric schenkte sie kein Gehör. Sie verstand noch etwas, das sich anhörte, wie ‚begleiten‘.
Aber sie hatte sich schon weggedreht und war losgestürmt. Zur Treppe.
Ihr Körper fühlte sich nicht länger schwach an, es war, als hätte die Stimme eine Art Stärke, einen Adrenalinschub in ihr ausgelöst.
So schnell sie konnte rannte sie die Treppen hinunter, kam an seltsamen Räumen vorbei und stand mit einem Mal vor einer Tür.
Sie hörte sehr laute Musik, sehr aggressiv.
Wut kochte in ihr Koch, heiße, mächtige Wut.
Wer auch immer es war, er war Böse, für alles das Schlimme verantwortlich, das ihr passiert war.
Er würde den anderen nichts anhaben können, wenn sie nur in den Raum hinein könnte.
Sie kannte all die Menschen nicht, aber sie waren unschuldig und sie sollten nichts zu tun haben mit ihrer Vergangenheit. Dieser Jemand, der sie verfolgte, der jetzt in diesem Moment hinter der Tür war, Anthony Emsworth, würde ihnen nichts tun können. Vielleicht, schoss ein Gedanke durch ihren Kopf, baute er darin schon Waffen.
Die Wut loderte auf, gefährlich.
Sie scherte sich nicht mehr um ihre Etikette, um ihre Erscheinungsbild.
Sie musste schlimm aussehen, die Füße blutig, das Kleid nass und dreckig, die Haare wild im Gesicht hängend.
Doch es war nicht wichtig.
Sie hob die Hände und schlug mit aller Kraft gegen das Holz.
„Mach die Tür auf, du Feigling!“, schrie sie und hämmerte weiter gegen die Tür.
Schrie gegen die laute Musik an und wollte nur eines: in diesen Raum.

{das licht geht an | sie sieht sich um und hört TONYS stimme | rennt in den KELLER | schlägt gegen die tür}
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Kathrine

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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Do Sep 27, 2012 8:02 am

Mit seinen Worten, beruhigte Nate praktisch ihre Seele. Es war wie sie vermutet hatte und er selbst schien sich darüber zu wundern, dass gerade er der Anführer war. Dennoch schafften auch seine Versicherungen es müsse ihr nicht peinlich sein, nicht ganz die Nervosität aus ihrem Herzen. Als er schließlich so vorsichtig eine Kerze aus ihrer Halterung zog, als handele es sich dabei um einen kleinen Vogel, beobachtete sie seine Hand genau. Die Kerze die er in Händen hielt und ihr nun reichte, war ihre Chance auf die süße, stille Einsamkeit nach der sie sich sehnte. Sie hörte seine Worte der Warnung nur am Rande und griff schnell nach der Lichtquelle, ihrem Licht der Hoffnung. Endlich konnte sie weg, weg von hier, wenn schon nicht physisch dann doch wenigstens im Geiste, aber sie wollte allein weg, ganz allein. Allein mit ihren Sorgen, allein mit allem. Sich vor den anderen verstecken. Erst jetzt bemerkte sie das sie in die kleine Flamme gestarrt hatte und sah wieder zu Nathaniel auf. Ihre Augen hatten sich an das helle Licht gewöhnt und als sie nun wieder auf sah und Nate, der noch immer vor ihr stand, doch nun mit einer Kerze weniger im Leuchter, dankbar anlächelte, sah sie kurz das schwarz vor ihren Augen tanzen. Er wirkte leicht in Gedanken, oder bildete sie sich das nur ein? Und kurz fragte sie sich ob es gut war jetzt zu gehen. War das unhöflich? Wahrscheinlich nicht. Und würde es ihr wirklich helfen allein zu sein? Gut möglich. Ihr Entschluss stand also fest, sie wandte noch einmal das Wort an Nathaniel „Danke, Nate. Ich brauche einfach mal ein bisschen Zeit für mich.“, lächelte sie und hoffte er würde es nicht falsch auffassen, deswegen warf sie noch ein „Versteh das nicht falsch, ich bin dir wirklich dankbar. Und du bist auch wirklich sehr nett. Aber das liegt einfach so in meiner Art.“, hinter her und dachte bei sich, Zumindest glaube ich dass das in meiner Art liegt, der Gedanke daran fühlt sich in jedem Fall gut an. Noch immer lächelte sie ihn leicht an, doch als ihr klar wurde was sie schon wieder gesagt hatte, verschwand dieser kleine Vertrauensbeweis schlagartig. Hatte sie wirklich gerade gesagt er sei wirklich nett? Das konnte doch nicht wahr sein, wieso hatte sie das getan. Natürlich was sie gesagt hatte, war wahr. Aber wie musste das auf Nate wirken? Sie wandte ihren Blick von seinem Gesicht und drehte sich schlagartig von ihm weg. Was die Kerze mit einem demonstrativen Aufflackern kommentierte und sie dazu veranlagte eine Hand schützend vor die Flamme zu halten, während sich die anderen um das Wachs krampfte. „Na dann, bis später. Und danke nochmal.“ murmelte sie und verschwand, so schnell es ihr möglich war ohne ihr kleines Licht zum erlöschen zu bringen um die nächste Ecke. Was hatte sie jetzt schon wieder fabriziert? Schnell kehrte sie zu der Tür in der Ecke zurück und tatsächlich stand ihr Name darauf. Sie streckte die Hand aus um sie auf die Klinke zu legen, und fuhr zurück als ihr diesmal nicht schwarz sondern weiß vor Augen wurde. Geblendet kniff sie die Augen zu und öffnete sie erst wieder blinzelnd als eine fremde Stimme wie aus dem Nichts an ihr Ohr drang. Kaum war die Stimme verstummt legte sie wieder kopfschüttelnd die Hand auf die Klinke. Wer auch immer da gerade gesprochen hatte, hatte scheinbar ein gewaltiges Selbstbewusstsein und schien zweifelsohne ein wenig verrückt – aber das war die ganze Situation. Was sie ein bisschen ärgerte war diese von sich selbst überzeugte Ansage das alle gefälligst im Keller zu erscheinen hatten, denn schon wieder wurde sie herum gescheucht. Aber sie beschloss sich erst einmal nicht darüber zu ärgern und s Entschlossen richtete Kathy ihre Aufmerksamkeit wieder nach vorne und drückte langsam die Klinke herunter, ehe sie die Tür aufdrückte.
Dahinter kam ein Zimmer zum Vorschein, mit hellen freundlichen Wänden und einem ebenso hellen flauschigen Teppich auf den Holzfußboden. Das Fenster das der Tür gegenüber lag zeigte das gleiche Bild wie das in Nates Raum, einen düsteren wolkenverhangenen Himmel und unzählige Regentropfen. Wie zum Trotz hoben sich die Laken eines Bettes, welches etwas hinter einer Ecke versteckt war und einem Sofa, welches sich diesem Bett gegenüber befand, mit ihren eher kräftigen Farben ab. Alles in allem konnte man den Raum vielleicht als schlicht bezeichnen, doch sie fand ihn hübsch und fühlte sich sofort wohl. Erst jetzt fiel das seltsame Bild auf welches über dem Sofa, neben dem Fenster hing und sie fragte sich wen wohl dieses scheinbar alte Ölbild darstellte, es wirkte irgendwie der Leichtigkeit des Zimmers entgegen und schien fast schon düster. Neben dem Sofa befand sich auch ein Kleiderschrank in dem selben warmen aber hellen Holzton wie das kleine Regal am Kopfende des Bettes direkt unter dem Fenster und alle anderen Möbel in dem Raum.
Staunend bemerkte Kathy das sie immer noch Türklinke und Kerze in den Händen hatte und schloss das Tor zu ihrem kleinen Reich beinahe schon bedächtig, bevor sie die Kerze löschte. Eine weitere Tür zu ihrer Rechten, die sie schon zuvor realisiert hatte, bannte nun ihre Aufmerksamkeit und schon war sie offen und die junge Frau blickte in ein kleines Bad mit Toilette, Waschbecken, Spiegel und einer Dusche. Sehnsüchtig betrachtete sie letzteres einige Sekunden länger und sah an ihrer durchnässten und verschmutzen Kleidung hinunter, welche schon wieder begann zu trocknen. Außerdem fror sie noch immer und eine kleine Dusche würde ihr sicherlich gut tun, solange konnte, wer auch immer sie sehen wollte schon noch warten. Also huschte sie zurück in das Zimmer und öffnete den Schrank, wie sie vermutet hatte fand sie darin Kleidung und auch einige Handtücher. Kurz zögerte sie, aber wenn sich Kleidung und Handtücher in einem Schrank befanden, welcher wiederum in einem Zimmer stand auf dessen Tür ihr Name stand, konnte sie die wohl ruhig benutzen. Also nahm sie sich zwei Handtücher von einem Stapel und verschwand wieder im Bad.
Es war nicht ganz einfach sich die steife Kleidung vom Körper zu schälen, aber schließlich hatte sie es geschafft und die Sachen einfach nur in einem Haufen auf dem Boden zurück gelassen. Dann betrat sie die Dusche und hoffte inständig das sie heißes Wasser hatte. Zur Not würde sie sich eben mit kalten Wasser und dem Duschgel, welches sie in einem kleinen Schränkchen gefunden hatte, den Dreck und den Regen vom Körper schrubben. Zu ihrem Glück blieb ihr das allerdings erspart den als sie das Wasser auf drehte war es tatsächlich angenehm warm und spülte ihr langsam die Kälte aus den Knochen. Genießerisch hielt sie ihr Gesicht ins Wasser und genoss dieses vertraute Gefühl. Alles war so seltsam und auch wenn es sie hätte schlimmer treffen können und sie immer noch nicht wusste was genau hier los war, würde sie wohl hier bleiben. Die großen Fragen waren: Was war das hier alles? Wo waren ihre Erinnerungen? Was würde weiterhin geschehen?
Zumindest für letzteres galt: Abwarten. Also ließ sie erst einmal das Wasser all ihre Gedanken fortspülen und genoss die Wärme und das Gefühl von Sauberkeit die wieder von ihrem Körper Besitz ergriffen hatten. Seufzend dachte sie weiter nach, doch es fiel ihr schwer sich zu konzentrieren, ihre Fantasie wollte immer wieder weg. Weit fort in nicht existierende Welten, zu Glückseligkeit, wie man sie aus Büchern kennt, und zu Freunden die sie schon ewig zu kennen schien. Und während sie schließlich nachgab und ihre Gedanken fort treiben ließ, das warme Wasser über ihren Rücken lief und sich auf ihren Wangen mit Tränen vermischte die sie gar nicht bemerkte, dachte sie, dass die Welt auch ein paar Minuten ohne sie aus käme. Wer brauchte sie schon? Nur ein paar Minuten. Ein paar Minuten fern von allem.

{nimmt Kerze // verplappert sich // flieht in Zimmer // unter der Dusche}
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BeitragThema: Re: Kapitel 3 ; The devil behind you   Fr Sep 28, 2012 4:06 am

Ein leises Keuchen entfuhr Adam, als das Licht anging.
Es tat schrecklich weh in seinen Augen und er sah nichts, als weiß.
Er spürte den kalten Wind in seinem Rücken, er stand ja noch immer in der Tür- weil er sich nicht getraut hatte, jemanden anzusprechen.
Er hätte fliehen sollen, schoss es ihm durch den Kopf. Jetzt konnte man ihn nicht mehr übersehen, so groß und breit wie er war. Es war zu spät.
Er trat einen Schritt nach vorn und die Tür fiel hinter ihm ins Schloss. Sofort spürte er den Wind nachlassen.
Ein kalter Schauer lief über seinen Rücken, als er sah, wie viele Menschen hier waren.
Da, in der Mitte des Raumes standen ein großer Mann und ein hübsches Mädchen und an einer Wand standen zwei schöne Frauen und ein Mann. Und er, vor der Tür.
Und all diese Menschen hatte er in Gefahr gebracht.
Er hasste sich für seinen Egoismus. Wieso wollte er auch ein Dach über dem Kopf haben? Natürlich gehörte das Schloss irgendjemandem und natürlich lebten hier Leute.
Auf einmal ertönte eine Stimme, sprach schrecklich selbstverliebte Worte, die Adam zuwider waren. Wie konnte sich nur jemand selbst Gott nennen?
Adam hatte furchtbare Angst vor Gott und er hielt es nicht aus, wenn jemand sich mit ihm verglich. Gott war etwas Allmächtiges, Einmaliges. Niemand würde ihm je gleichkommen.
Aber er betete ihn nicht an. Er hatte nur Angst vor ihm.
Die Stimme verebbte und das Mädchen, das in der Mitte des Raums gestanden hatte, lief davon, eine Treppe hinab.
Jetzt waren noch die beiden Männer und die beiden Frauen hier. Und er.
Die Zeitbombe.
Es würde nicht mehr lang dauern, bis sie ihn sahen, bis sie ihn ansprachen und ihre Augen auf ihn richten würden. Es wäre ihr Unglück, er würde sie verderben. Sie in Gefahr bringen.
Adam trat einen Schritt zurück und stieß gegen die Tür.
Er wimmerte auf.
Er war gefangen hier drin.
Der Boden unter seinen Füßen begann leicht zu beben und er sah erschrocken, dass ein hauchdünner Riss im Stein einen Bogen um ihn beschrieb.
„Nein“, flüsterte er panisch. „Nein, nein, nein! Kontrollier dich, beherrsch dich!“
Er durfte nicht jetzt die Kontrolle verlieren. Das war ihm nur einmal passiert. Und es war grausam gewesen.
Würde es jetzt passieren, würde einfach der Boden wegsacken, ins Nichts und er würde in ein klaffendes Loch gucken.
Er schloss die Augen und konzentrierte sich. Das Beben hörte auf.
Er schluckte, verschluckte sich und hustete hilflos.
Tränen stiegen in seine Augen und er röchelte lautlos nach Luft.
Es war zu spät. Jetzt hatte man ihn bemerkt, das wusste er.
Wie auch nicht?
Jeder hier musste den Boden gespürt haben, wie er leicht gezittert hatte, jeder musste das Husten gehört haben.
Er war ein Versager. Nicht einmal das Nichtauffallen beherrschte er.
Er hob den Kopf und sah den großen Mann an, ging einige wenige Schritte auf ihn zu und hasste sich selbst für seinen Egoismus, den Mann zu opfern für ein bisschen Wissen, für ein paar Worte.
„Entschuldigen Sie- könnten Sie mir sagen, wo ich mich befinde?“, fragte er mit seiner leisen, melodischen Stimme.

{denkt | fühlt sich schlecht | boden zittert | geht auf ERIC zu}
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